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Raus aus der Kumpelfalle

Raus aus der Kumpelfalle

28.11.2016, 10:46 Uhr | Sabine Kelle - wanted.de

Raus aus der Kumpelfalle. Sie wollen aus der Rolle des besten Freundes raus? So werden Sie der Liebhaber. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie wollen aus der Rolle des besten Freundes raus? So werden Sie der Liebhaber. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht nur im Film gibt es ihn: der ewig beste Freund und damit verkannte Lover. Warum ist das so und wie werden Männer, die von Frauen nur als geschlechtsneutraler Kumpel wahrgenommen werden, zum Liebhaber?

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Schönheit sitzt im Café mit ihrem offensichtlich besten Freund. Sie möchte einen Latte Macchiato - er bringt ihn ihr. Sie braucht noch Zucker - auch den holt er. Das Getränk war doch mit Vollfett- statt Halbfettmilch – kein Problem, er reklamiert alles. Ein Anruf von irgendeinem Typen, den sie gerade kennengelernt hat: Sie muss sofort los, es könnte ja mehr daraus werden. Natürlich hat er dafür Verständnis. Autsch. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Dabei muss das nicht nur Nerds mit Brille und Pollunder passieren, auch ganz "normale" Männer geraten in die Kumpelfalle. Flirtcoaches wie Nina Deißler und Stephan Landsiedel kennen dieses Problem. Doch sie wissen auch um Lösungen.

Frauen wollen Ehrlichkeit

Zwar sollten Sie sich stets Mühe geben eine Frau erst einmal kennenzulernen, statt sie nur ins Bett zu bekommen. Doch gerade mit letzterer Absicht dürfen Sie dabei nicht hinterm Berg halten. Frauen wollen umschwärmt werden und brauchen Komplimente. Und vor allem wollen sie einen ehrlichen Mann.

Manche Männer glauben, sie würden Frauen durch sexuelle Avancen verschrecken. Sie geben sich als geschlechtsneutraler Kumpel aus und tappen so in die Falle: "Sie glaubt ihm und freut sich, dass sie mal einen männlichen Freund hat, mit dem sie alles besprechen kann und der immer für sie da ist, ohne dass er etwas dafür von ihr will. Sie fühlt sich dann von ihm als Mensch gesehen und nicht nur als Sexobjekt und hat einen besten Freund", beschreibt Deißler das Phänomen.

Noch schlimmer sei folgendes Szenario: "Sie glaubt ihm das nicht und denkt sich, dass er ja selber schuld ist, wenn er all das für sie tut". Denn sie habe "ihm schon klargemacht, dass er sie niemals nackt sehen wird - und nutzt sein Angebot sich für sie zum Depp zu machen". Beide Versionen sind Grund genug, Ihrer Traumfrau von Anfang an zu sagen, dass Sie sie attraktiv finden. Auch wenn am Ende vielleicht nichts daraus wird.

Wie wird man Frauen-Schwarm?

Deißler weiß schon allein aus Frauensicht, was das schöne Geschlecht an- und abturnt. In Flirt-Kursen coacht sie Männer und gibt ihr Wissen

in Büchern wie "Klartext für Männer" (für 9,95 Euro im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) weiter. Keine Frau will einen Mann, der sich wie ein Fähnchen im Wind dreht, "ihnen nach dem Mund oder gar nicht redet".

Sie rät Männern, sich einen attraktiven Lebensstil zuzulegen. Dazu zählen Freunde, Hobbies, Reisen, Kultur – Dinge, von denen sie Frauen berichten können. Vor allem sollten "sie aufhören, sich wie artig abgerichtete Golden Retriever zu benehmen und nicht wie ein Depp darauf warten, ein bisschen Aufmerksamkeit von der jeweiligen Frau zu bekommen." Ein selbstbewusster Mann, der mitten im Leben steht und davon zu erzählen hat, wirkt auf Frauen schon aufgrund dieser Fakten interessant. Dabei dürfen Sie jedoch nicht vergessen, auch sie zu Wort kommen zu lassen.

Ans Flirten zu denken, hilft dabei Flirt-Experte Stephan Landsiedel erklärt, dass "unsere unbewusste Kommunikation vor allem von unserer inneren Einstellung abhängig" ist "und die kann man ändern". Wer sich von vornherein als Verlierer wähnt, wird selten bei seiner Traumfrau landen, denn genau das kommuniziert die Körpersprache nach außen. Es hilft schon, sich die "guten Flirts in Erinnerung" zu rufen, oder sich im "Freundeskreis nach erfolgreichen Flirtern umzusehen" und von ihnen zu lernen. Der Diplom Psychologe empfiehlt das Kopfkino einzuschalten und verschiedene Flirtsituationen immer wieder vor dem inneren Auge abzuspielen. Flirt-Übung: Gedanken steuern die Körpersprache

Auch Deißler setzt auf die Macht der Vorstellung: "Wenn Sie eine Frau sehen, die Ihnen gefällt, denken Sie nicht mehr Ihre Ich-bezogenen Stressgedanken ('Was soll ich sagen?' / 'Die gibt mir bestimmt eh einen Korb'), sondern denken Sie ansprechend: "Hey, na wer bist Du denn!?" oder "Hallo, schöne Frau!" - erst mal nur denken reicht schon. Beobachten Sie, was diese Gedanken mit Ihrer Haltung und Mimik machen."

Vor allem: Trauen Sie sich, Fehler zu machen und stehen Sie dazu! Der Kumpeltyp ist oft viel zu sehr "darauf bedacht, nur nix falsch zu machen", erläutert Deißler und das lässt ihn verklemmt wirken. "Der Frauenschwarm weiß, dass Frauen unter ihrer misstrauischen Haltung allerlei Facetten verbergen" und vor allem "Spaß haben wollen".

Zeigt her eure Macken: Frauen wollen Männer "heilen"

Nicht ohne Grund lieben Frauen Männer mit kleinen Ecken und Dellen: Männer wie George Clooney oder Johnny Depp wirken auf den ersten Blick grundverschieden. Abgesehen von ihrem berühmten Status und einem vollen Bankkonto eint sie vor allem ein gutes Aussehen, Charme, Intelligenz, Humor und: "Sie haben beide eine Delle", wie es Deißler beschreibt. Der eine "trinkt gerne mal zu viel", während der andere "bis vor kurzen von keiner Frau einzufangen" war. "Träumt nicht jede Frau davon, dass sie so einen tollen Mann (gutaussehend, reich, berühmt, humorvoll) haben und dann ‚heilen‘ kann?" Das heißt nicht, dass Sie ihr bei Ihrem ersten Date von all Ihren Abgründen berichten sollen. Aber: einen perfekten, fehlerlosen Mann braucht auf Dauer keine Frau in der Beziehung, ebenso wenig wie einen Kumpel. Unsere Flirt-Tipps finden Sie auch in der Fotoshow.

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