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Ratgeber für Männer: So ticken Frauen

Ratgeber für Männer: So ticken Frauen

07.03.2017, 17:16 Uhr | Sabine Kelle - wanted.de

Ratgeber für Männer: So ticken Frauen. Mit diesen Tipps können Sie lernen, Frauen zu verstehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit diesen Tipps können Sie lernen, Frauen zu verstehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Frau, das fremde Wesen – sie zu verstehen fällt manchem Mann schwer. Warum es zu Missverständnissen kommt und wie Frauen ticken – wanted.de hat mit drei Autoren von Männer-Ratgebern gesprochen.

Das zehntausendste Paar Schuhe, 500 Kosmetik-Artikel im Bad und trotzdem nicht die richtige Creme parat, dazu wortkarge Statements mit implizierten Handlungsaufforderungen – "zu verstehen, was Frauen wollen, ist für die meisten Männer schwieriger, als die Einstein’sche Relativitätstheorie am heimischen PC zu beweisen", beschreibt Autorin Angela Troni das Grundproblem anschaulich. Damit das nicht länger so ist, bietet der Buch-Markt eine Vielzahl an Ratgebern, die Männern helfen sollen, das kryptische Wesen Frau zu entschlüsseln. Wir haben uns drei vielversprechende Bücher herausgepickt und mit den AutorInnen über die häufigsten Missverständnisse zwischen den Geschlechtern gesprochen.

Zwei Autorinnen, ein Autor

Angela Troni lockt mit dem vielversprechenden Titel: "Frauen verstehen in 60 Minuten" – eine traumhafte Vorstellung für alle, die schon seit Jahren an dem Problem knabbern. Nina Deißler arbeitet seit vielen Jahren als Flirt-Coach, für sie war es nur eine Frage der Zeit, dass sie ihre Erfahrungen in einem Buch ("Klartext für Männer") zusammenträgt. Armin Fischer präsentiert mit

"Frauen. Eine Bedienungsanleitung, die selbst Männer verstehen" den männlichen Blickwinkel. Von ihm als Mann nimmt man so die wirklich praxisnahen Tipps gerne an.

Warum scheinen Frauen A zu sagen und B zu meinen? "Das häufigste Problem ist wahrscheinlich die Kommunikation", schmunzelt Fischer. "Männer meinen meist, was sie sagen. Frauen interpretieren hinein. Im ungünstigen Fall interpretieren sie eine Unterstellung oder einen Vorwurf hinein. Wenn er etwa fragt: "Hast Du etwas, Schatz?" und die Lady antwortet dann schnippisch "Nichts!", dann gilt natürlich genau das Gegenteil des Gesagten – nun wird es ungemütlich. Ein weiteres Beispiel: Auf die Frage: Ist noch Milch im Kühlschank? antwortet der Mann: Nein. - die Frau: Warum soll ich einkaufen, ich arbeite genau so viel wie du!" erläutert er.

Unausgesprochene Aufforderungen

Dem kann Deißler aus ihrer weiblichen Perspektive und der Praxis als Date Doctor nur

beipflichten: "Während Männer eher das Ergebnis ihrer Gedanken kommunizieren, kommunizieren Frauen eher den Weg dorthin. So wirkt es manchmal, als ob Frauen nicht wüssten, was sie wollten – denn sie schwanken hin und her oder sagen das eine und im nächsten Moment machen sie etwas ganz anderes." So kann auch ein simpler Fakt, wie "Der Boden ist dreckig" eine Aufforderung zum Staubsaugen verbergen. Versteht man erst einmal diese Struktur, dann leuchtet auch ein, warum es manchmal den Anschein hat, Ihre Liebste hätte zwei grundverschiedene Identitäten.

Daraus folgt auch die Situation, dass Frauen gar nichts sagen (zumindest scheint das so) und "denken, sie hätten es ganz genau und deutlich gesagt, obwohl sie nicht mehr getan haben, als eine Augenbraue zu heben", so Troni. Schließlich hat sie ihm den ganzen Tag alle möglichen Informationen gegeben. Überrollt von dieser scheinbar wirren Gedankenflut von Belanglosigkeiten, hat er jedoch schon längst abgeschaltet. Dummerweise erwartet sie, er "müsse spüren und damit von alleine darauf kommen, wie es ihr gerade geht". Männer glauben nun, sie müssten Gedanken lesen können.

Zuhören statt Lösungen suchen

Manchmal endet das in einem Streit und dem Vorwurf, dass Sie sie nicht verstehen. Da hilft nur eines: Zuhören. Wenn Sie einmal nicht dem Gedankenchaos ihrer Liebsten folgen können, dann fragen Sie einfach nach. Deißler rät einen Trick aus der Kommunikationspsychologie anzuwenden: "Sagen Sie zu ihr: Du hast also gesagt, dass,..." oder: "Wenn ich Dich richtig verstehe, möchtest Du mir sagen..." So nehmen Sie ihr den Wind aus den Segeln und signalisieren, dass Sie ganz bei ihr sind. Ähnliches gilt für folgende Situation: Sie schüttet Ihnen ihr Herz aus, denn im Job läuft es gerade nicht gut. Wahlweise kann es auch ein Problem mit einer Freundin, ein aufwendiges Kochrezept oder eine wahnsinnig schwierige Kaufentscheidung zwischen Schuh A und Schuh B sein. Sie wollen ihrem weltbewegenden Problem ein schnelles Ende bereiten, schließlich soll sie nicht länger leiden. Insgeheim haben Sie natürlich einfach keine Lust, den ganzen Abend mit ihr über dieses Thema zu diskutieren.

Deswegen bieten Sie ihr eine logische und vor allem praktische Lösung an. Diese wird von ihr jedoch ohne nähere Betrachtung sofort abgeschmettert. Was darauf folgt, kann ein handfester Streit sein. Doch: Meist möchte eine Frau "keine Lösungsvorschläge – sie will Sie an ihrem Gefühlsleben teilhaben lassen", klärt Deißler auf. Ihr Tipp: "Zeigen Sie Verständnis und geben Sie Feedback, ohne Ratschläge zu erteilen."

Aber Achtung: Keine Frau will einen Frauen-Versteher

Mögen Frauen eigentlich weichgespülte Frauen-Versteher? Autor und Kolumnist Armin Fischer würde sich selbst nie als solchen bezeichnen. Für ihn ist ein Frauenversteher "einer, der zwar viel Verständnis hat, aber dafür wenig Sex". Keine guten Aussichten für diejenigen Männer, die sich durch das Wälzen endloser Lektüre besseren (oder überhaupt) Sex erhoffen. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass der ewige Kumpeltyp nie so richtig bei seiner Traumfrau landen wird (Wie Sie aus der Kumpelfalle rauskommen, lesen Sie hier). "Eine Frau braucht keinen Mann, der sein Fähnchen in ihren Wind hängt", bringt es Deißler auf den Punkt.

Dass Frauen nicht so sehr auf Sex ständen, zählt übrigens zu den wohl verbreitetsten Missverständnissen. Denn auch hier unterscheiden sich Mann und Frau schon allein in der Herangehensweise. Deißler beschreibt es für Männer so: "Erregung, Stimulation, Orgasmus" – kurz und knackig. Bei Frauen ist es hingegen komplexer: "Frauen kommen normalerweise nicht durch die alleinige Stimulation bestimmter Körperstellen zum Orgasmus." Das Rundherum muss stimmen. Hinzu kommen Aspekte wie eine mögliche Schwangerschaft, ethische Grundsätze, gesellschaftliche Normen und bisherige Erfahrungen. Wie wir bereits wissen, fällt es Frauen schwerer, all die vielen Prozesse in ihrem Kopf abzustellen.

Weil Mann und Frau so verschieden sind, unterscheiden sich auch die Ratgeber, je nach Autor und Autorin. Während Armin Fischer in seiner knackigen Bedienungsanleitung ziemlich amüsant für mehr Verständnis für Frauen wirbt und erklärt wie Man(n) von den kleinen Unterschieden profitiert, profitieren Tronis Crashkurs in Sachen Frau und Deißlers ausführlicher Ratgeber von ihrem weiblichen Insiderwissen und blicken mit einem Augenzwinkern auf die verschiedenen Welten.

Fazit: Manchmal muss Man(n) einfach weniger nachdenken und intuitiv reagieren. Auf dem Weg dahin hilft vielleicht ein Ratgeber. Und überhaupt: Wie langweilig wäre unsere Welt, wenn wir alles verstehen würden. Die besten Tipps zum Frauen-Verstehen finden Sie auch in unserer Fotoshow.

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