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Entschlüsseln Sie den Frauen-Code

Frauenversteher werden  

Entschlüsseln Sie den Frauen-Code

24.09.2015, 16:57 Uhr | Sabine Kelle - wanted.de

Entschlüsseln Sie den Frauen-Code. Werden Sie Frauenversteher und entschlüsseln Sie den Frauen-Code. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Werden Sie Frauenversteher und entschlüsseln Sie den Frauen-Code. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Frau: für viele ein Mysterium. Missverständnisse zwischen den Geschlechtern scheinen zum Alltag zu gehören. Man(n) müsste die Damen einfach nur besser verstehen, ihre größten Geheimnisse kennen. Damit das klappt, hat sich wanted.de Rat beim Beziehungsexperten geholt.

Manchmal scheint es, als sprächen Mann und Frau zwei verschiedene Sprachen. Wer kennt folgende Situation nicht: Er: "Ist etwas, Schatz?" Sie: "Nichts." Doch hinter diesem vermeintlich harmlosen "Nichts", mit dem sich Man(n) dann beruhigt abfindet, lauern oft Diskussionen, Streit und Stress. Warum also spricht sie nicht einfach aus, was oder wer sie stresst? Immerhin: Über 10.000 Gesichtsausdrücke sind uns Menschen ganz natürlich angeboren. Doch wie entschlüsseln Sie ihren Code?

Viele Ansätze, ein Ergebnis

wanted.de hat jemanden gefragt, der es wissen muss: einen Beziehungsexperten. Eric Hegmann berät seit vielen Jahren Paare und Singles in Liebesdingen. Er spricht aus Erfahrung, wenn er uns offenbart, dass solche Klischees oft hausgemacht sind. Denn "trotz aller Unterschiede der Geschlechter" und "Wegen zu einer Problemlösung, das Ergebnis ist ähnlich." Nehmen wir ein typisches Beispiel: die Orientierung.

"Sowohl Männer als auch Frauen finden ans Ziel, aber Frauen orientieren sich eher an optischen Dingen wie Wahrzeichen, während Männer eher in Entfernungen denken", urteilt Hegmann.

Diese unterschiedlichen Denkweisen wirken sich im Alltag so aus, dass Frauen scheinbar A sagen und B meinen. Sagt sie also "Nichts" auf Ihre Frage "Ist was Schatz?", dann kann das einerseits tatsächlich selbiges bedeuten, oder aber das Gegenteil. Gesellen sich verschränkte Arme und ein verkniffener Blick hinzu, so ist eventuell wirklich etwas im Busch. Meist kann sie jedoch nicht so schnell Worte für ihre Situation finden, eben weil Frauen oft um mehrere Ecken denken.

Für den anderen da sein

Geben Sie ihr Zeit, indem Sie weder weiter nachbohren noch sie mit ihrer anscheinenden Problemlage alleine lassen. Zeigen Sie Ihre eigene (hilflose) Situation auf und bieten ihr an: "Wenn es ein Problem gibt, dann bin ich für Dich da".

Die vage Ausdrucksweise zeigt sich auch oft an so banalen Alltagsdingen wie der Hausarbeit. Doch hier muss Man(n) einfach zwischen den Zeilen lesen. Wenn sie sagt: "Das Laub müsste mal weggeräumt werden", bedeutet das durchaus: "Würdest Du bitte das Laub wegräumen." Warum nur immer so unkonkret? "Weil Männer ihre Appelle konkreter formulieren, reagieren sie auch besser auf eine klare Ansage als auf eine Situationsbeschreibung, die schließlich auch die Möglichkeit lässt, sich um das Laub morgen zu kümmern oder jemand anderen damit zu beauftragen", erläutert Hegmann dieses Phänomen.

Sich zu beschweren, dass sie ihren Wunsch (in diesem Fall Laub entfernen) nicht deutlich ausgedrückt hat, hilft hier auch nicht weiter. Im Gegenteil, so bringen Sie einen Vorwurf in die eventuell ohnehin angespannte Situation. Erklären Sie ihr lieber, wie Sie sie (miss-) verstanden haben.

Liebe, Sex und andere Missverständnisse

Umgekehrt missversteht sie Ihr wohlgemeintes Angebot "Lass uns kuscheln" gerne als "Lass uns Sex haben". Obwohl Sie eben nur genau Ersteres meinten. "Dieses Klischee kommt von der Vorstellung, Männer wollten immer Sex und könnten immer", bestätigt Hegmann. Das Ergebnis: Viele Paare tauschen Zärtlichkeiten nur noch zweckgebunden, also zum Vorspiel aus. Schade eigentlich. In diesem Fall hilft nur reden und dem anderen seine Bedürfnisse und Wünsche verständlich machen. In der Realität sind Frauen übrigens längst nicht mehr diejenigen, die ganz verschämt beim Thema Erotik sind. Die Realität spricht eine andere Sprache: "In der Paartherapie sind Frauen längst nicht mehr die, die sich häufiger über den Wunsch ihres Partners nach mehr Sex beklagen. Sondern diejenigen, die sich mehr Sex wünschen - aber die Männer diejenigen, die sich zurückziehen." Und noch eine Falle für verständnislose Männer: Mann kann auch zu viel reden.

"Probleme können durchaus wachsen, wenn sie immer wieder und zu lange thematisiert werden", warnt Hegmann. Bei diesem Thema ticken die Geschlechter oft verschieden: "Es heißt, Frauen fühlen sich nach dem Beziehungsgespräch besser, Männer schlechter." Letztendlich zählen jedoch Taten, denn "Gespräche können Konflikte bewusst machen und auch für Klärung sorgen, aber gelöst werden sie durch Handlungen und Änderungen im Verhalten." Also: Nicht alles endlos zerreden. Sucht sie andauernd das Gespräch über ein Thema, dass Sie gefühlt schon tausendmal durchgekaut haben oder fragen Sie sie umgekehrt widerholt, ob wirklich alles okay ist, dann nervt es. Und dann darf man sich nicht wundern, wenn der Gegenüber zum gereizten Gegenschlag ausholt oder aber das Weite sucht. Gönnen Sie sich gegenseitig "eine Rückzugsmöglichkeit", rät der Therapeut "und geben Sie sich Zeit".

Gedankenleser gesucht

Besser schweigen? Besser nicht. Zu den weit verbreiteten Missverständnissen zählt nämlich die Annahme der Partner könnte Gedanken lesen. Doch dieses Phänomen betrifft ebenfalls beide Geschlechter, weiß Hegmann. "Gerade bei längeren Beziehungen" denken manche Paare "sie wüssten über die Gefühle des Partners in den meisten Situationen bestens Bescheid". Doch das ist ein Irrtum. Nachfragen lohnt sich, denn selbst Gewohnheiten können sich ändern. Als einfaches Beispiel hierfür präsentiert der Experte "vermeintliche Vorlieben, die der Partner aber nur aus Rücksicht mitgemacht hat, aber in Wirklichkeit nicht viel Freude daran hat". Nur weil sie ab und an mit Ihnen ein Fußball-Spiel schaut, heißt das noch lange nicht, dass sie ein großer Fan ist und sich über den mitgebrachten Fanschal freut. Doch tatsächlich verstehen sich die meisten Paare besser als gedacht. Immerhin nehmen sich alle deutschen Paare durchschnittlich 102 Minuten pro Tag Zeit für Gespräche - so viel wie ein Fußballspiel inklusive Verlängerung. Laut einer Umfrage vom Marktforschungsinstitut Innofact fühlt sich nur jeder Sechste in der Beziehung häufig unverstanden. Dabei unterscheiden sich Männer und Frauen nur wenig. In unserer Fotoshow deuten wir Ihnen einige Zeichen, mit denen Sie Frauen besser verstehen.

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